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Mario Botta

  • Tätigkeit Architekt/in
  • Nachweiszeit *1943
  • Wirkungsort Mendrisio

Biografie


Der Schweizer Botta begann seine Ausbildung 1958 mit einer Lehre als Bauzeichner bei den Architekten Luigi Carmenisch und Tita Carloni in Lugano. Von 1961 bis 1964 besuchte er das Kunstlyceum in Mailand. Als sein erstes von ihm entworfenes Haus entstand, das Pfarrhaus in Genestrerio (1961-63), war Botta erst achtzehn Jahre alt. Ab 1964 studierte er unter Carlo Scarpa und dem Kunsthistoriker Giuseppe Mazzariol am Instituto Universitario di Architettura in Venedig. 1965 arbeitete er neben Julian de la Fuente und Jose Oubrerie im Atelier von Le Corbusier an dessen letztem Projekt, dem neuen Spital in Venedig. Gegen Ende des Studiums lernte er Louis Kahn kennen. Dadurch ergab sich die Mitarbeit an einer Ausstellung im Palazo Ducale im Zusammenhung mit einem Projekt für das neue Kongreßgebäude in Venedig. 1970 eröffnete Botta in Lugano sein eigenes Architekturbüro. Zwei Jahre später plante er sein bis dahin umfangreichstes Objekt, die Mittelschule in Morbio Inferiore (1972-77). Immer wieder entwarf er auch Einfamilienhäuser, deren Gestaltung auf geometrischen Grundformen beruht, wie das quaderförmige Haus in Cadenazzo (1970/71), der rechteckige Wohnturm mit Zugangsbrücke in Riva San Vitale (1971-73) und der Zylinderbau des Hauses in Stabio (1980-82). Zu nennen ist außerdem die Bibliothek des Kapuzinerklosters in Lugano (1976-79). Obwohl unterirdisch angeordnet, erhält sie großzügigen Lichteinfall durch ein gewächshausartiges Glasdach. Mit späteren Großprojekten wie dem Anbau der Staatsbank von Fribourg (1977-82) versuchte Botta seine klare Geometrie in den städtischen Kontext zu übertragen. 1983 wurde er zum Titularprofessor der Eidgenössischen Hochschule in Lausanne und zum Ehrenmitglied des Bundes Deutscher Architekten ernannt.

Bestandsinformation

1 Modell, 49 Zeichnungen, 2 Drucke

weiterführende Quellen

  Objekte