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Gerrit Thomas Rietveld
- Tätigkeit Architekt/in
- Nachweiszeit 1888 - 1964
- Wirkungsort Utrecht
- weiterer Wirkungsort Utrecht
Biografie
Gerrit Rietveld, der seit seinem elften Lebensjahr als Zimmermann bei seinem Vater gearbeitet hatte, eröffnete 1911 seine eigene Möbelwerkstatt, wo er 1918 seinen revolutionären rot-blauen Lehnstuhl entwarf. Seit 1919 gehörte er zum Mitarbeiterkreis der Zeitschrift "De Stijl". Zu seinen Möbelentwürfen gehören das lineare Buffet (1921), der asymetrische Berliner Stuhl (1923) und das asymetrische Diwantischchen sowie das sogenannte "Militärische Mobiliar" (1923). 1924 entstand seine erste architektonische Arbeit, das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht, auf das 1928 das Garagenhaus in Utrecht folgte. Bis in die fünfziger Jahre hinein beschäftigte sich Rietveld mit Entwürfen für Kleinst- und sogenannte "Kernwohnungen". In der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre und in den dreißiger Jahren realisierte Rietveld zahlreiche frei stehende Wohnhäuser sowie Wohnblocks in Utrecht und Wien. Die wichtigsten Möbel aus dieser Zeit sind die neusachlichen Bügelstühle (1927-30) und der Zickzackstuhl (seit 1932). In dieser Zeit entwickelte er auch das preiswerte Lattenkistenmobiliar (1934). Nach dem Zweiten Weltkrieg wandte sich Rietveld hauptsächlich der Architektur zu. Er baute nicht nur Privathäuser, sondern wurde auch mit wichtigen und großen öffentlichen Aufträgen betraut. So baute er zum Beispiel den niederländischen Pavillon für die Biennale von Venedig (1953-54), große Wohnanlagen in Utrecht (1954-57), das Museum "De Zonnehof" in Amersfoort (1958-59) und Kunstakademien in Arnheim (1958-63) und Amsterdam (1956-67). 1961 assoziierte Rietveld sich mit J. van Dillen und J. van Tricht, die nach seinem Tod das Rijksmuseum Vincent van Gogh in Amsterdam nach seinen Entwürfen vollendeten (1963-73).
Bestandsinformation
4 Modelle, 1 Collage, 10 Zeichnungen, 1 Farbdruck, 4 Broschüren
1 Modell, 1 Designobjekt