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Hans Scharoun

  • Tätigkeit Architekt/in
  • Alias Bernhard Hans Henry Scharoun
  • Nachweiszeit 1893 - 1972
  • Wirkungsort Bremen
  • weiterer Wirkungsort Berlin

Biografie


Scharoun studierte von 1912 bis 1914 an der Technischen Hochschule in Berlin. Dort lernte er den Assistenten Paul Kruchen kennen, der gleichzeitig ein Architekturbüro führte, in dem Scharoun mitarbeiten konnte. Auf Veranlassung von Kruchen war er von 1915 bis 1918 beim Militärbaukommando zum Wiederaufbau Ostpreußens tätig und danach als stellvertretender Leiter im Bauberatungsamt in Insterburg. Schließlich übernahm er von 1919 bis 1925 als selbständiger Architekt Kruchens dortiges Büro und führte einige Häuser, Umbauten und die Siedlung Kamswyken (1920), »Die Bunte Reihe« genannt, aus. Daneben entstanden zahlreiche Wettbewerbsentwürfe, wie beispielsweise das Hochhaus für die Friedrichstraße in Berlin (1922). Scharoun war auch Mitglied der von Bruno Taut ins Leben gerufenen »Gläsernen Kette« und skizzierte -wie Taut- utopische Architekturphantasien. Von 1925 bis 1932 unterrichtete er an der Staatlichen Akademie in Breslau und wurde 1926 Mitglied der Architekturvereinigung »Der Ring«. An der Weißenhofsiedlung in Stuttgart war er 1927 mit einem Einfamilienhaus beteiligt und 1929 mit einem Wohnheim an der Werkbundausstellung in Breslau. In Berlin arbeitete er an einer Reihe von Wohnbauten und war auch für den Bebauungsplan der Siedlung Siemensstadt (1929/30) verantwortlich. Sein eigener Beitrag zu diesem Großprojekt waren Wohnhäuser am Jungfernheideweg und an der Mäckeritzstraße. Ab 1932 unterhielt er ein eigenes Büro in Berlin. Zu seinen gelungensten Bauten gehören die eleganten Villen aus den dreißiger Jahren: das Haus Schminke in Löbau (1933), das Haus Mattern in Bornim (1934), das Haus Dr. Baensch in Berlin-Spandau (1935) sowie das Haus Moll in Berlin (1937). Nach dem Krieg wurde Scharoun Leiter des Bau- und Wohnungswesens von Berlin und entwarf mit einer Gruppe von Architekten einen Wiederaufbauplan, den sogenannten Kollektivplan (1946). Im selben Jahr übernahm er einen Lehrstuhl für Städtebau an der Technischen Universität in Berlin, den er bis 1958 behielt. Daneben leitete er von 1947 bis 1950 das Institut für Bauwesen der Deutschen Akademie der Wissenschaften Ostberlins. Seine Idee, Schulgebäude nach Altersstufen zu gliedern, realisierte er beim Geschwister-Scholl-Gymnasium in Lünen (1956-62). Parallel dazu entwickelte er eines seiner bedeutendsten Werke, die Philharmonie in Berlin (1956-63). Um optimale Akustik auf allen Plätzen zu ermöglichen, gruppierte er terrassenartig ansteigende Zuhörerebenen dynamisch um das Orchesterpodium. Die Verkehrsflächen der Nebenräume überraschen mit Durchblicken und ungewöhnlichen Details. Die bewegte Dachlandschaft sorgt für abwechslungsreiche Außenansichten. In den siebziger Jahren entstanden weitere markante Arbeiten wie die deutsche Botschaft in Brasilia (1970), das Stadttheater in Wolfsburg (1965-73) und die von seinem Partner Edgar Wisniewski vollendete Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitzin Berlin (1964-78).

Bestandsinformation

Modelle, 132 Zeichnungen, 4 Pastellmalereien, 1 Aquarell, 2 Aquatinta, 11 Fotos, 7 Holzdrucke, 30 Drucke (darunter Sonderdrucke), 10 Bücher, 10 Zeitschriften, 2 Ausstellungskataloge, 3 Briefe, 1 Abschrift, 5 Dokuemente,1 Flugblatt

weiterführende Quellen

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