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Atelier Ivor und Sigrid Swain

  • Tätigkeit Modellbauer

Biografie


Das Atelier Ivor und Sigrid Swain, namentlich für „Modellbau für Historische Themen“ aus dem Südwesten des Bundeslands Nordrhein-Westfalen, hat in den 1980er Jahren für das Deutsche Architekturmuseum insgesamt 22 Modelle und Dioramen gebaut, die sich in der Sammlung und in der Dauerausstellung des Museums befinden. Über die Swains ist nur wenig bekannt. Zur Auftragszeit war das Ehepaar, das eine Arbeitsgemeinschaft zur Fertigung von Modellnachbauten nach historischen Gebäuden und Situationen unterhielt, bereits kurz vor dem Rentenalter und hatte schon einige Jahre im Modellbau für andere Museen, Klöster und Schlösser gearbeitet. Das Atelier stellte auch Familienwappen her. Vermutlich sind beide in den 1930er oder eher 1920er Jahren geboren worden. Der ausgebildete Architekt Ivor Swain dürfte Brite gewesen zu sein (Dipl. Arch. Ivor Swain FIAS). Während Ivor Swain innerhalb des Modellbauteams für die architektonisch korrekte Anlage und Konstruktionen nachzubauender Stätten zuständig gewesen sein dürfte, bemalte die Deutsche Sigrid Swain die zugeschnittenen Häuser und Figuren mit Farbe. Lebensdaten oder Nachfahren sind nicht bekannt. Das Atelier und/oder der Wohnort der Swains wechselte während der Zusammenarbeit mit dem DAM mehrere Male (Bad Honnef, Königswinter-Rauschendorf, Mechernich Eiserfey und zuletzt Mechernich Kommern-Süd).



Der größte Auftrag betrifft die von Gründungsdirektor Heinrich Klotz initiierte Dauerausstellung mit dem ursprünglichen Titel „Von der Urhütte zum Wolkenkratzer“, die rund fünf Jahre nach Eröffnung des Museums 1984 – dann unter Klotz‘ Nachfolger Vittorio Magnago Lampugnani – im Januar 1990 eingeweiht wurde. Die 21 Dioramen der Swains sollten, ergänzt um weitere Modelle dreier anderer Modellbauteams, die Siedlungsgeschichte des Menschen von seinen Ursprüngen bis in die damalige Gegenwart der 1980er Jahre erzählen. Die Dioramen entstanden zwischen 1982 und 1989. Dem Modellbau gingen aufwendige Recherchen und Studienreisen voraus, sodass das Atelier und Ehepaar über 8 Jahre mit dem Projekt für das DAM beschäftigt war.



Der Nachbau des „Vanna Venturi House (My Mother's House)“ des US-amerikanischen Architekturbüros Venturi and Rauch (Robert Venturi und John Rauch) in Chestnut Hill, Pennsylvania, USA (1962–1964) stammt ebenfalls von den Swains und ist auf „circa 1983“ datiert, weshalb naheliegt, dass sie zusätzlich mit dem nicht zur Ausstellung gehörenden Modell für eine Sonderausstellung in der Zeit („Die Revision der Moderne. Postmoderne Architektur. 1960-1980“?) beauftragt wurden.



Anne Scheinhardt, 10.02.2025

Bestandsinformation

22 Modelle

  Objekte  

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